Verfasst von: tofu Am: September 14, 2008
Eine Woche Nordsee in Holland kann echt was. Besonders bei sonnigen 28°! Ein paar Bilder gibts bei flickr. Die meiste Zeit wurde im Prinzip mit Radio hören verbracht. Einslive, MotorFM (der Hieb geht an salty) und alle anderen hippen Sender können einpacken: Skyradio rockt! Viel Musik, wenig gelaber und wenn, dann natürlich in der geilsten Sprache des Planeten! Also, wer grade in den Niederlanden weilt: UKW Frequenz 100.irgendwas, je nach Lage (100.9 im Westen). Wer in das Vergnügen in den Niederlanden zu sein nicht kommt, muss trotzdem – dem Online-Stream sei dank – auf nichts verzichten. Wo wir grade bei Empfehlung bzgl. gutem Radioprogramm sind: CampusFM! Offline nur in Essen (105.6) und Duisburg (104.5) zu empfangen, online aber überall. Sehr zu empfehlen. Dort läuft immer nur gute Musik und ganz besonders Samstag Abend ab 20Uhr. Also, Hörbefehl!
Verfasst von: tofu Am: September 8, 2008
Verfasst von: tofu Am: September 5, 2008
…wer böses dabei denkt, dass Herr Dejagah erneut für ein Spiel gegen die israelische U21-Auswahl abgesagt hat. Diesmal zwickt also die Wade…zumindest geschickter als politischepersönliche Gründe anzugeben!
Verfasst von: tofu Am: September 1, 2008
Im Frühjahr 2005 erwieß ich den Helden meiner frühen Jugend die letzte Ehre. Das Kapitel Deutschpunk war für mich eigentlich schon lange abgeschlossen. Erstrecht endgültig, nachdem ein Jahr zuvor die Terrorgruppe verkündet hatte nie wieder ein Konzert spielen zu wollen und Dritte Wahl den Slogen „Macht nen Bogen um die Drogen“ proklamierte. Entgegen der damals getroffenen Entscheidung, den Bundeswehrparka und die zerfledderten Chucks in den Keller zu räumen, sich die Haare mal wieder schneiden zu lassen und Deutschpunk ab sofort zu verachten, konnte ich doch recht schnell überzeugt werden, die Abschiedstour von Wizo zu besuchen. Am 20.02.2005 spielten Wizo in der wunderbaren Zeche Carl in Essen (welche zur Zeit in ganz argen Geldnöten steckt und deren Schließung droht, was furchtbar schade wäre!) ein Konzert ihrer Abschiedstour. Ich muss sagen, damals hat es mir sehr gefallen, ob dies heute auch noch so wäre, vermag ich nicht zu sagen, vermutlich eher nicht! Der Abend war aber ein dem Deutschpunk würdiger Abend, mit leckerem Hansapils in der U-Bahn (in der Zeche gibt es zum Glück nur sehr zu empfehlendes Stauder und das für einen Preis von zwei Euro, sodass aufgrund des anwesenden Klientels die Schlange am Bierstand fast nur aus mir und meiner Begleitung bestand; wie schienen die einzigen zu sein, welche sich das Bier leisten konnten, oder sich nicht getraut haben Bier mit reinzunehmen), Ärger mit der Polizei (ich hatte mir – wie es sich gehört – Springerstiefel ausgeliehen und mich – wie es sich ebenfalls für so einen Abend gehört – nach reichlich Alkoholkonsum mit der Polizei angelegt; genauer gesagt hatte ich die These aufgestellt, meine Stahlkappen seien härter als der Schädel eines Polizisten; zur Überprüfung der gewagten These kam es aufgrund zu großer Angst und dem damit verbundenen Fluchttrieb meinerseits nicht), Stress mit Nazis (meine Argumente ruhten auf selbiger Grundlage, wie die des Erfinders der Diskussionen mit Happy End für die richtige Seite), sowie die Beförderungsverweigerung seitens des Busfahrers, welcher mich nach Hause bringen sollte (dies lag in diesem Fall allerdings nicht an mir, meine Begleitung machte eine eher unqualifizierte Bemerkung in Richtung des Busfahrers, worauf hin er zu verstehen gab, dass er wohl keine Lust auf niveaulose Witze hatte und uns aufforderte unsere Reise doch per pedes fortzuführen).
Wie ich auf diese – zwischenzeitlich zum Glück – vergesse Story komme? Ich bin zufällig bei Youtube über einen Videofetzen eines Konzertes der Tour gestolpert. Den will ich Dir – liebe Leserin, lieber Leser – selbstverständlich nicht vorenthalten:
Musikalischer Hochgenuss war Deutschpunk ja nie, jedes Lied klang irgendwie gleich. Kennste eins, kennste alle. Selbiges gilt auch für die eher schlichten Texte: Bier, Bullenschweine, Anarchie usw. usf. beherrschte ein Großteil der Songs. Diese Texte sprachen auch nicht sonderlich für die Eloquenz ihrer Schreiber. Wizo konnte inhaltlich doch zumindest etwas hervorstechen, oftmals zwar nur, da viel Ironie am Werk war, aber immerhin. Über Lieder wie „Kein Gerede“:
Kein Gerede nur die Tat stoppt den skrupellosen Staat
Strommast sägen Bomben legen ab und zu ein Attentat
Sprengt die Knäste sprengt Paläste
Sprengt die Schweine in die Luft
Sprengt die Banken sprengt die Schranken
Jagd die Bonzen in die Flucht
[...]
Viel zu lang gabs unterdrückung steinigt diesen Staat
Eine Revolution für die Freiheit (sic!)
„weiter“:
Ich seh euch im Fernsehn
ihr seid fett und arrogant.
Nur durch Gier und Korruption
seid ihr die Mächtigsten im Land.
[...]
Da hat uns die Nacht gehört.
Und ihr habt euch ins Hemd gemacht,
weil keiner von euch wusste, wann die nächste Bombe kracht.
oder „Kopfschuss“:
Was früher die Gestapo war
Ist heut’ das BKA
Nur damals setzte man Henker ein
Und heut’ gibt es die GSG 9
muss man nicht diskutieren. Typische Texte besoffener, musikalisch eher minderbegabter Looser! Aber Lieder wie „Sterbehilfe“:
Don’t like to die so far away from home, he said
don’t like to die when I’ll be all alone
So I took him to the place where he came from
and waited for his end to come
„Egon“:
Die Lage der Gesetze
Lässt keinem eine Wahl
Es darf niemand entscheiden
Im gütigen Spital
Was ist human, was Unmoral
Der Grat bleibt leider schmal
Drum muss Egon noch warten
Bis irgendwann einmal
oder „Klebstoff“:
Und kein Mensch auf der Welt, der dir helfen kann,
nur weil du gerade ein Mädchen bist und kein Scheiß Mann.
So ein Schwein kann wie ein Wilder durch die Gegend ficken
und kann nie dabei ein Kind, höchstens Läuse kriegen.
Was sollst denn ausgerechnet du mit einem Kind?
Du stehst auf dem Dach, deine Haare wehen im Wind.
[...]
Wenn die Tage schon seit Tagen auf sich warten lassen,
dein Gehirn blockiert, dein Herz steht still, du kannst es nicht fassen.
Schwanger – auf einmal viel mehr nur als ein Wort,
Wie war das jetzt mit Abtreibung? War es richtig oder war es Mord?
gewinnen grade jetzt wieder an Aktualität. Freilich war das nur ein Glücksgriff, dass die Texte 15 und mehr Jahre später noch akutell sind, für den Großteil der Lieder trifft dies ja nicht zu. Aber im Gegensatz zu Liedern anderer Bands Bezog sich Wizo nicht immer nur auf Bier, Bullenklatschen und Bambule. Es ist vergleichbar mit „Iran“ von Slime, die mit ihrem restlichen Repertoire ja auch weniger glänzten, siehe z.B. „Yankees raus“.
Zum Ende ihrer Geschichte gelingt es Wizo sich noch recht gut selbst zu refeklektieren, wie z.B. im Lied Z.G.V.:
Denn das was früher auch schon scheisse war,
ist heute nur noch scheiss egal.
Und wenn ich mich jetzt selbst so reden hör,
wird mir nur noch schlecht,
so wie die letzten tausend Mal.
oder wie Frontman Axel Kurth erkannt hat:
Nach 18 Jahren [...] mir das Medium „Punkrockband“ endgültig zu reaktionär [...] geworden
was sie ein bisschen weniger verabschäuungswürdig macht, als die anderen Deutschpunkbands der 80er und 90er.
Verfasst von: tofu Am: August 31, 2008
Die grandiose Coverversion von Placebo von „Where is my mind“ von The Pixies. Den meisten höchstwarscheinlich aus der Schlußszene des grandiosen Filmes „Fight Club“ bekannt. Inhaltlich lässt sich über den vom/von den Protagonisten verfolgten Antikapitalismus und das dargestellte Mackertum streiten, cineastisch betrachtet gehört „Fight Club“ aber zu den besten Filmen aller Zeiten.
Verfasst von: tofu Am: August 22, 2008
Verfasst von: tofu Am: August 16, 2008
Der Stuhldrang am Morgen steigt proportional mit der Menge des am Vorabend getrunkenen Bieres.
Verfasst von: tofu Am: August 4, 2008
Am Samstag war das Juicy Beats Festival in Dortmund, bei gutem Wetter (die zwei kleinen Schauer will ich nochmal verzeihen), schlechtem Bier (Kohlensäure hätte diesem ganz gut getan) und super Stimmung konnte tofu die sensationellen Typen von Schwefelgelb bewunden. Die beiden habe ich zum ersten mal live gesehen und sie wussten trotz leider recht kurzem Auftriff zu überzeugen. Weiter gings durch die super Location Westfalenpark in Richtung Mediengruppe Telekommander. Trotz miesem Sound und manchem Volldepp eine grandiose Show! Wie formulierte es einer meiner Mitstreiter: „Alles schön und gut, aber zu viele fette Kinder und zu wenig fette Beats!“ Auf gings zur nächsten Bühne und zu den meine Erwartungen nicht erfüllenden mouse on mars. Irgendwie hatte ich besseres erwartet, vor allem da sie die ganze Zeit „in der extrem selten zu sehenden, partykompatiblen Dreierformation mit Drummer“ angekündigt wurden. So arg partykompatibel fand ich das alles aber nicht. Viel partykompatibeler war dafür digitalism. Trotz kurzem Stromausfall eine fette Show mit den gewünschten fetten Beats. digitalism bildete den Abschluß der Liveacts und so gings weiter zum Mediengruppe DJ-Set in der wohl geilsten Location des Parks: der Minigolfanlage! Danach noch ein wenig von Floor zu Floor getingelt und dann irgendwann Richtung daheim.
Partykompatible Musik gibt es in der nächsten Zeit übrigens am 08.08. auf der Olgas Rock Aftershowparty im Druckluft mit Bratze und Großstadtgeflüster, sowie am 20.09. im AKZ in Recklinghausen mit Juri Gagarin und Frittenbude. Anwesenheit ist Pflicht!
Verfasst von: tofu Am: Juli 27, 2008
Menschen, welche in ähnlicher Nähe zu den Niederlanden wohnen wie ich, werden die Vorzüge dortiger Supermärkte vermutlich kennen. Ich weiß diese sehr zu schätzen und nehme die 40 Minuten Autofahrt nach Venlo regelmäßig auf mich. Der Sozialisation der peristudentären Bewohnern der Grenzregion zu den Niederlanden ist es wohl geschuldet, dass auf meine Frage, ob sie/er denn was aus Holland brauche, grundsätzlich, anstatt der von mir erwarteten Antwort: „Gerne, zweimal Vla, einmal Schokosteusel, ein Tigerbrot und eine Palette Heineken“ (Achtung, Tipp für Sparfüchse: Eine Palette Heineken, d.h. 24 Dosen für: läppische 4 Euro. Mathegenies stellen sofort fest: 2 Liter = 1 Euro!! Ohne Pfand: Versteht sich!) die Antwort: „Ja, so 10 Gramm bitte!“ kommt.
Der Großteil der Linken hat mitlerweile gecheckt, dass es sich beim Initiativ e.V. um ein antisemitischen Haufen handelt!
Für den Anfang sehr löblich: not in our name!